«Die Freude am Beruf ist das Wichtigste.» 

sagt die gelernte Polymechanikerin Matea Djakovic. «Die Aufgabenbereiche sind sehr vielfältig», erklärt die junge Frau. «Es kommt darauf an, auf welches Fachgebiet man sich spezialisiert. Ob im Bereich der Fertigung, des Flugzeugbaus oder der Instandhaltung. Hauptsächlich stellen Polymechanikerinnen Werkstücke oder Werkzeuge her oder fertigen Geräte und Maschinen. Natürlich wird auch Teamarbeit verlangt. So wird in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten oft an der gemeinsamen Entwicklung von Konstruktionslösungen und der Erstellung technischer Zeichnungen und Prototypen gearbeitet.» Auf die Frage, welche der vielfältigen Arbeitsprozesse ihr am Meisten Freude bereitet, antwortet die Polymechanikerin lachend: «Das Drehen. Das ist ein technisches Fertigungsverfahren zur Erstellung runder Werkstücke. Generell werden die Werkstücke hauptsächlich mit Werkzeugmaschinen wie Dreh-, Bohr-, Fräs- und Schleifmaschinen bearbeitet, nachdem sie mithilfe modernster Computerprogramme entwickelt wurden.»

«Frauen müssen Motivation mitbringen und anpacken können.»

Bisher üben zwar deutlich mehr Männer diesen Berufszweig aus, doch Matea Djakovic ist optimistisch, dass der Beruf in Zukunft für Frauen attraktiver wird. «Nebenher arbeite ich als Ausbildnerin für die praktischen Fächer bei Aprentas und kann sagen, dass seitens der Mädchen schon Interesse an der Metallarbeit besteht, doch sie die Motivation selbst mitbringen müssen, den Beruf zu erlernen. Daher sollten sie sich schon früh über die Berufs- und Fortbildungsmöglichkeiten informieren. Zwar muss man kräftig anpacken können, doch das ist auch für Frauen kein Hindernis. Ich selbst bin im Alter von 15 Jahren in die Lehre gegangen, da mir schon früh bewusst war, dass ich mit Metallen arbeiten möchte. Natürlich müssen gewisse Grundvoraussetzungen erfüllt sein, wie räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick. Von meinen männlichen Kollegen bin ich stets respektvoll behandelt worden. Viele Bekannte haben mich sogar bewundert, diesen beruflichen Werdegang einzuschlagen, und hatten stets grosses Interesse an meiner Tätigkeit. Daraus entstand dann auch der Wunsch, nebenher als Ausbildnerin tätig zu sein – ich möchte jungen Menschen, innerhalb der vierjährigen Ausbildung, meinen Beruf verständlicher machen, ihnen die technische Relevanz, das handwerkliche Geschick, den Sicherheitsaspekt, aber besonders die Freude an diesem Beruf vermitteln. Vor allem jungen Frauen; denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine heterogene Gruppe effektiver arbeitet als eine homogene.»