Diversity als Schlüssel zum Erfolg
Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologie, sogenannte MINT-Berufe, sind üblicherweise fest in Männerhand. Nicht so in der Pharmaindustrie. Am Roche-Hauptsitz in Basel etwa, oftmals bezeichnet als das europäische Epizentrum der Pharmazeutischen Forschung und Entwicklung, sind vier von zehn Beschäftigten Frauen, rund 70 Prozent von ihnen haben einen MINT-Hintergrund. Und diese Diversity ist wertvoll. Denn abgesehen von der Gleichberechtigung fördert die Zusammenarbeit von Frauen und Männern ein kreatives und innovatives Arbeitsklima, was in der höchst dynamischen Branche ein unumgänglicher Grundstein des Fortschrittes ist. Das Einbringen neuer Gedankengänge und Blickwinkel auf verschiedene Themen ermöglicht es Frauen, einen höchst positiven Einfluss auf die Entwicklung der Pharmaindustrie zu nehmen, ohne dabei in geringster Weise aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt zu werden.

Weibliche Talente in Schlüsselpositionen
Dabei wird es auch für die Unternehmen immer wichtiger, die eigene Attraktivität für talentierte Fachfrauen zu erhöhen. Denn bereits in naher Zukunft werden es die Mitarbeitenden sein, welche das Unternehmen wählen - und nicht mehr umgekehrt. Konkret beinhaltet diese Ausrichtung in erster Linie eine ansprechende Work-Life-Balance für Karrierefrauen, die vor allem Familie und Beruf vereinbaren lässt. Daneben steht die Förderung von Entwicklungsmöglichkeiten in MINT-Berufen im Vordergrund, die für Frauen eine immer stärkere Bedeutung einnehmen werden. Vor allem in Disziplinen der Informatik, der Gentechnologie, des Softwareengineerings oder der Bioverfahrenstechnik profilieren sich Frauen zunehmend auch in Führungspositionen. So waren etwa bei Roche im Jahr 2013 rund 20 Prozent der Kaderstellen von Frauen besetzt. Obwohl dieser Anteil auch im Rahmen von sogenannten „Gender Programmen“ ganz bewusst erhöht wird, geht es keineswegs darum, Frauen nur aufgrund ihres Geschlechts zu bevorzugen: Es ist das Potenzial einer jeden einzelnen Mitarbeiterin und eines jeden Mitarbeiters, welches im Vordergrund steht und die Person letztlich für Schlüsselpositionen qualifiziert. Ob man dabei als Frau oder als Mann agiert, ist nicht relevant.

Die Zukunft aktiv mitgestalten
Dieser Trend darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die aktive Weiterentwicklung weiblicher Talente vor allem in den MINT-Berufen auch in Zukunft nicht vernachlässigt werden darf. Wichtig ist dabei vor allem die Stärkung des Bewusstseins junger, potenzieller Mitarbeiterinnen für die Möglichkeiten, die ihnen MINT-Berufe bieten können. Denn auch von Männern dominierte Bereiche stellen heute keine Barriere für eine Frau mehr dar. Vielmehr sind Respekt und gegenseitige Achtung heute in der Pharmaindustrie fester Bestandteil jeder Berufsgruppe und längst keine Frage des Geschlechts mehr.