Kuschelig ist gut. Kuschlig-Business genau das, was wir jetzt brauchen. Die Woll- oder Samtblazer unterstreichen diesen geschäftlichen Wohlfühllook.  Die Temperaturen sinken gefährlich nah an die Nullgradgrenze, die Tage werden kürzer: Der Winter steht vor der Tür. Wer den Herbst nicht mag, kann an den Fashionweeks, die zuerst in New York, London, Milano und dann in Paris stattfinden, der Frühlingsmode frönen.

Psychogeografische Karten

Der neue Creative Director von Gucci sorgt auch in Milano für Gesprächsstoff. „Es sind nicht bloss Kleider“, verrät Alessandro Michele dem Guardian. Es seien psychografische Karten, die das urbane Unbewusste aufdeckten, so Michele. Mädchenhaft, vintagelike, geekhaft: Drei Adjektive die den Guccifrühling der neuen Generation beschreiben. Auffällig ist: Die grossen Brillen und Blumenmuster werden auch nach diesem Winter wieder auf der Strasse zu sehen sein. Staksig und androgyn sind die Aussichten von Dsquared2. Jungshafte Hosen, hochgeschnitten, die Figur unbetont lassend treffen auf Chiffon Maxi Jupes. Perfekt für den business Prêt à porter, den wir anstreben.

Seventies oder Gothic?

Bleiben wir aber vorerst im Jetzt, im Herbst. Der verspricht uns, immerhin hinsichtlich der Mode, abwechslungsreich und spannend zu werden. Bunter Seventies-Style wird genauso getragen wie Gothic-Outfits oder androgyne Hosenanzüge mit Hemd und Krawatte. Keine Sorge; die jungenhafte XXL-Bluse, die Sie für diesen maskulinen Style benötigen, können Sie getrost aus dem Schrank Ihres Liebsten entführen, mit einem dünnen Gurt kombinieren und dazu Ihre gewöhnliche Businesshose tragen. Falls Sie Brillenträgerin sind, bleiben auch in diesem Herbst die grossen Modelle im Trend, ganz im Motto der Siebziger.