Immer mehr Studierende wählen ganz bewusst ein Teilzeitstudium, um bereits während des Studiums wertvolle Berufserfahrung zu sammeln. Auch wer familiäre Verpflichtungen hat oder Leistungssport betreibt und deshalb auf flexible Zeiteinteilung angewiesen ist, dem stellt ein Teilzeitstudium gute Möglichkeiten in Aussicht.

Allerdings muss man sich schon vor Beginn des Studiums bewusst sein, dass man für ein Teilzeitstudium einen langen Atem, eine gehörige Portion Selbstdisziplin und gute Organisation braucht.

Man erlangt nicht nur einen höheren Abschluss, sondern sammelt gleichzeitig Berufserfahrung, kann sich ein berufliches Netzwerk aufbauen und damit die Karrierechancen erhöhen

Dauert ein Vollzeitstudium an einer Fachhochschule bis zum Bachelor sechs Semester, muss man für ein Teilzeitstudium mindestens mit acht Semestern rechnen.

Wer danach ein Masterstudium anhängt, muss nochmals mindestens zwei Jahre aufwenden.

An einer höheren Fachschule kann das Teilzeitstudium noch länger dauern – je nach Stundenbelegung. Allerdings ist man dafür in der Stundenplangestaltung relativ frei und kann die Module so legen, dass sich Ausbildung und Beruf, Sport oder Familie vereinbaren lassen. 

Netzwerk aufbauen und Karrierechancen erhöhen

Die Vorteile eines Teilzeitstudiums liegen auf der Hand: Man erlangt nicht nur einen höheren Abschluss, sondern sammelt gleichzeitig Berufserfahrung, kann sich ein berufliches Netzwerk aufbauen und damit die Karrierechancen erhöhen.

Gleichzeitig baut man beim Teilzeitstudium seine Organisationsfähigkeit aus – eine Grundvoraussetzung, um das Studium neben dem Job erfolgreich zu meistern. Ein wesentlicher Vorteil ist natürlich auch, dass man mit einem Teilzeitstudium finanziell unabhängig bleibt. Studiert man an einer Fachhochschule, ist in der Regel eine Berufstätigkeit von 50 bis 80 Prozent möglich.

Flexibilität im Studium

Die Fachhochschulen, höheren Fachschulen und Fernuniversitäten tun einiges dafür, um ihren Studierenden bestmögliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Teilzeitstudium zu ermöglichen. Einerseits sorgen flexible Studiengänge mit verschiedenen Zeitmodellen dafür, dass sich die Studiengänge optimal auf die Bedürfnisse der Studierenden anpassen lassen.

Andererseits kombinieren einige Studienmodelle Online-Lektionen mit Präsenzveranstaltungen. Auch während des Online-Studiums stehen die Studierenden dank Live-Chats, Foren oder per E-Mail mit ihren Dozenten und Mitstudierenden im Austausch. Schulen, die mit einem Modell F gekennzeichnet sind, gehen noch einen Schritt weiter bezüglich Flexibilität.

Wer nach Modell F studiert, kann das Lerntempo in den Bildungs- und Studiengängen selber bestimmen und jederzeit, mehrmals und ohne Angabe von Gründen das Studium unterbrechen. Allerdings ist ein Studium mit Modell F hauptsächlich an höheren Fachschulen möglich.