Sie sagen: wer den richtigen Arbeitgeber via Stellenanzeigen sucht, ist zu spät dran?

Fast richtig. Man muss bedenken, dass Stellenanzeigen für Unternehmen mit hohen Kosten verbunden sind. Wenn es keine geeigneten Kandidaten gibt, wird ausgeschrieben. Stellenanzeigen sind also quasi nur die Spitze des Eisbergs. Inzwischen gibt es Unternehmen, welche komplett auf Stellenanzeigen verzichten. Diese stellen nur Mitarbeitende ein, welche sie bereits im Vorfeld kennen.

Aber wie finde ich den passenden Arbeitgeber?

Mut zur eigenen Persönlichkeit, das eigene Netzwerk und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg. Wir empfehlen ein strukturiertes Vorgehen analog einem Trichter. Als Basis muss ich meine Persönlichkeit kennen, dann selektiere ich Regionen und Branchen, in denen ich arbeiten könnte. In diesen suche ich nach Unternehmen und erkunde die dazugehörigen Stellenprofile. Dann erst entscheide ich mich, ob ich für diese Unternehmen arbeiten möchte. Bei passender Gelegenheit bewerbe ich mich, um nach den Interviewrunden bei positivem Bescheid zu- oder abzusagen.

Wo kommt das eigene Netzwerk ins Spiel?

Wichtige Frage. Mit Unternehmen, für welche ich arbeiten möchte, muss ich in Beziehung treten respektive in Verbindung bleiben. Dafür muss ich mein eigenes Netzwerk nutzen oder wo nötig aufbauen. Viele Unternehmen bieten die Möglichkeit eines personalisierten Job-Abos. Damit kommuniziere ich, an welchen Stellen ich interessiert bin. Das Unternehmen als Gegenpartei kann bei Bedarf mit minimalstem Aufwand automatisch mit mir in Kontakt treten.

Erlöst mich die Zugehörigkeit zu sozialen Netzwerken von der Stellensuche?

Persönlich beobachte ich, dass besonders Arbeitnehmer mit sehr spezifischen und stark nachgefragten Fachkenntnissen stark profi tieren. Personalvermittler und Unternehmen fi nden Kandidaten mittels Suchbegriff (zum Beispiel Programmiersprachen). Wer diese Suchbegriffe im Profil hat, erscheint in der Ergebnisliste und profitiert. Soziale Netzwerke geben mir die Möglichkeit, mich permanent potenziellen Arbeitnehmern zu präsentieren. Aber auch hier gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage.