Für eine erfolgreiche Unternehmensführung sind heutzutage Eigenschaften wie Mut, Leidenschaft, Weitsicht und Fairness gefragt. «Führungskräfte müssen entschlossen und konsequent handeln und auch einmal gegen den Strom schwimmen, Dinge tun, welche andere nicht tun», betont Stephan Isenschmid, Geschäftsführer des Swiss Leadership Forum. Leadership ist dabei gemäss Isenschmid keine Frage des Geschlechts, sondern vielmehr eine Frage von Werten und Überzeugungen: «Gerne wird in der heutigen Welt männliche ‹Härte› im Umgang mit Entscheidungen mit Leadership verwechselt. Diese Betrachtung greift aber zu kurz. Entscheide sind zuerst mit Weitsicht zu tre en, bevor sie entschlossen, konsequent und für alle Stakeholder fair umgesetzt werden müssen. Das ist gelebte Leadership und führt bei Männern wie auch Frauen zu nachhaltigen Erfolgen.»

Kind und Karriere?

Unternehmen sind in der Regel offen für Frauen in Führungspositionen. Trotzdem sind Frauen in der Chefetage untervertreten. «In Bezug auf den sich abzeichnenden Fach- wie auch Führungskräftemangel ist es wichtig, dass diese Lücke geschlossen und das Frauenpotenzial besser genutzt wird. Dafür muss unter anderem die Karriereplanung der Familie berücksichtigt und der teilzeit-arbeitende Mann gesellschaftlich wie auch wirtschaftlich besser akzeptiert werden», so Isenschmid.  Die letzten Jahre haben für Unternehmen viele Veränderungen gebracht. Schlagworte wie «Big Data», «Social Media» und «3D-Druck» nehmen Einfluss auf das Geschäftsmodell.

Ein Kunde aus Glas

Big Data steht für den gläsernen Kunden. Für die Unternehmen ist dies einerseits ein Segen, andererseits auch eine Verpflichtung, denn der Kunde ist wählerisch und will auf unterschiedlichen Kanälen präzise angesprochen werden. Zudem schlies sen sich Kunden in Communities zusammen und diskutieren unverblümt über Produkte und Leistungen von Anbietern. Unternehmen, welche den Social-Media-Kanal vernachlässigen, werden es gemäss Isenschmid auf Dauer schwierig haben. Dazu kommt, dass Kunden zunehmend selbst zu Produzenten werden, indem sie für sich dank 3D-Drucktechnologien Produkte selber herstellen und diese bei Eignung dem Markt zur Verfügung stellen. «In diesem Feld wird sich in naher Zukunft einiges tun und die Unternehmen sind gut beraten, diese Entwicklung ernst zu nehmen », betont Isenschmid.